Seit gestern gehöre ich nun also auch zu den Internet-Standardkunden - ich habe jetzt eine Vodafone Station.
Das ist er also, mein erster Internet Router von einem der Massen-Provider.
Bisher hatte ich da lediglich ein Kabelmodem, und dahinter einen selbstgebauten Fli4l.
Der hat viele Jahre lang klaglos seinen Dienst getan, und noch vorher, so Ende der 1990er Jahre, also in einer Zeit, als die Meisten schon froh waren, wenn Ihr PC (und eben nur der) per Telefonmodem ins Internet kam, hatte ich bereits einen Modem Router gebastelt, der via PPP das Heim-Netzwerk mit dem Internet verband.
Gebaut war der aus einem 386er PC mit 20 MB Harddisk, als OS hatte ich damals RedHat Linux verwendet.
Das war zwar langsam, aber man konnte gleichzeitig an mehreren PCs Mails abrufen und sogar im Internet surfen .
Den richtigen Forschritt brachte dann aber der Fli4l am KabelBW Modem.
Der wurde zunächst auch auf Basis eines alten 486er PC selbst gebaut und mittels der sehr guten Anleitungen auf der Fli4l Seite konfiguriert, ganz spartanisch mit nur einem Diskettenlaufwerk als Massenspeicher.
Später (als das komplette OS incl. Zusatzpaketen nicht mehr auf eine Diskette passte) dann mit einem CD-Rom Laufwerk.
Und danach dann unter Verwendung eines Alix Single Board Computers (Beitrags-Bild).
Dieser tat dann jahrelang seinen Dienst und hätte demnächst mal wieder ein Update nötig gehabt (wegen veralteter SSL Version, sodass der Zugriff via ssh von aktuellen Clients nicht mehr ohne Tweaks funktionierte).
Doch Vodafone (der nach dem Zwischenschritt Unitymedia nun aktuelle Kabelnetzbetreiber) kam mir zuvor und schickte ungefragt die genannte Vodafone Station.
Die war schnell eingerichtet, der Fli4l hat nun ausgedient da die Station schon von sich aus mit NAT, Firewall und WLAN ausgerüstet ist.
Allerdings gingen damit viele der praktisch freien Konfigurations-Möglichkeiten des Fli4l verloren.
Am meisten vermisse ich hierbei die zentral am Router einstellbaren IP Adressen der Clients via MAC Adresse: damit ergab sich eine transparente Netzwerkstruktur mit klar definierten Adressen z.B. für den Zugriff via ssh bzw. rsync ohne etwas an den Clients einstellen zu müssen - einfach alle auf DHCP stellen und fertig.
Und dann ist da noch der selektiv abstellbare Internet-Zugang, so hatte ich bisher den Fernseher via Firewall-Regel geblockt - der hat m.E. draussen nichts verloren, und man weiss ja auch dass die Hersteller da gern auch mal ohne zu fragen dubiose Funktionen einbauen.
Immerhin gibt es bzgl. WLAN einige nette Einstellmöglichkeiten, die generellen Optionen sind allerdings recht beschränkt.
Sofern mir das irgendwann auf den Geist geht, kann ich aber immernoch den Fli4l wieder direkt an die Vodafone Station hängen, diese praktisch als Internet Modem betreiben und mein LAN ab dem Fli4l so konfigurieren wie ich das haben will (mit den Einschränkungen der Vodafone Station, die auch dann noch vorhanden sind wenn man deren Firewall abschaltet).
Vorerst werde ich aber erstmal alles so lassen wie ich es jetzt habe - die internen IP Adressen der wichtigen Geräte (Home-Server...) sind ja bereits dort eingestellt (statisch oder via /etc/dhcp/dhclient.conf).