Saisonstart Mirecourt

Diesmal ist uns der Saisonstart früher gelungen als sonst, nämlich am vergangenen Wochenende (25./26.3.). Im Vorfeld gab es einiges Hin-und Her, einmal wegen der Wettervorhersagen, zum Andern wegen der Logistik (6 Fahrer, 5 Mopeds, Gerödel…). Aber schlussendlich hat es dann doch geklappt 😀 .

Das Wetter war zwar an den beiden Tagen genau andersherum wie vorhergesagt: am Samstag arschkalt mit steifem Nordwind,am Sonntag dann ruhig und mild, aber immer trocken und Sonne, also von daher alles im grünen Bereich. Nicht im grünen Bereich war aber der Betrieb vor Ort, besonders am Samstag. Als wir ankamen, war das komplette Fahrerlager incl. der Enklave auf dem Flugplatz nebenan belegt, Holländer, Schweizer, Deutsche, Luxemburger, Franzosen aus Paris (!) usw. – das volle Programm also, und wir fanden mit Mühe und Not noch Platz ganz unten in der Ecke. In Anbetracht der Andrangs gab es dann 4 Gruppen (2 x Kart, 2 x SUMO+Mopeds) und es war sogar etwas besser als befürchtet, es gab halt Turns wo in jeder Ecke welche rumgekugelt sind. Der Betreiber ist aber diesbezüglich schmerzfrei, da wird nur abgebrochen, wenn der Sanka wirklich raus muss 😀 . weiterlesen

R.I.P. Eric

Wie ich soeben erfahren habe, ist Eric vanVenrooy, ein 2012 in Bourbonnais neu zu uns gestossener Ducati Fahrer, am vergangenen Donnerstag bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen.
Dieses Jahr wollte er wieder mit, aber wegen eines Unglücksfalls in der Familie konnte er dann leider doch nicht.Wir haben ihn deshalb nur kurz gekannt, aber er war offensichtlich ein ganz Netter.
Wenn auch seine Duc etwas zu laut und nicht besonders robust war :)Jedenfalls hatte er trotzdem Spass bei uns, er hatte auch gleich Anschluss gefunden.
Welch eine schreckliche Nachricht.
Eric, wir vermissen Dich.
Ride in peace.

Jahresrückblick 2005

Jahresrückblick 2005

Wie schon bemerkt, war das Jahr 2005 tatsächlich ziemlich turbulent – angefangen bei den doch recht hitzigen Debatten bzgl. des weiteren Vorgehens beim traditionellen Pfingstträining in Ledenon (Y-Gruppe, sonstige Gruppeneinteilung) – teilweise nachzulesen im Forum (ja, die alten Beiträge bleiben drin, wer sie lesen will, muss nur den Anzeigezeitraum anpassen). Im Nachhinein hat sich der schlussendlich eingeschlagene Weg – Wegfall der Y-Gruppe zugunsten eines zweigeteilten Normalbetriebs – als richtig erwiesen, der weitere Verlauf der Saison sowie die Rückmeldungen der Teilnehmer belegen dies. Ein Übriges dazu tat die neu von den Streckenbtreibern eingeführte ‚Schikane‘ einer Restaurant-Zwangsbenutzung.
Eher ruhig verlief das 6. Val de Vienne Training, bei ausnehmend schönem Wetter – siehe Bericht.
Doch das ‚dicke Ende‘ liess nicht auf sich warten: erstmals haben wir – nicht zuletzt motiviert durch die zunehmenden Probleme mit den Streckenbetreibern in Ledenon – eine dritte Veranstaltung durchgeführt, im landschaftlich herrlich gelegenen Mas du Clos.
Dieses Vorhaben war leider nicht vom Glück verfolgt: Schon im Vorfeld hatte ich selber einen blöden Unfall, an dessen Folgen ich heute noch ‚kaue‘. Das wäre nun nicht weiter schlimm gewesen, da Michel und Matthias die Organisation vor Ort hervorragend machten (gut zu wissen für die Zukunft ) – nein, es war das Wetter, das absolut nicht mitspielen wollte. Ausgerechnet diese paar Tage war in ganz Europa ein Schlechtwettergebiet zugange, davor und danach wochenlang überall schönster Sonnenschein – grrrr. Wie dem auch sei, zusammen mit ein paar anderen Unannehmlichkeiten wie fehlendem Strom etc. ergab sich doch für die wenigen Teilnehmer ein arg durchwachsenes Bild – ebenso nachzulesen in den Reaktionen im Forum. Damit ist auch klar, dass es 2006 keine weitere MdC-Veranstaltung geben kann, wir sind froh, dass der dabei erwirtschaftete Verlust noch ausgeglichen werden konnte und dass wir für 2006 wieder (wenn auch nur 3 Tage statt 4) unseren Ledenon-Termin bekommen haben. Und auch Val de Vienne soll weiterbestehen, vielleicht platzt ja im nächsten Jahr der Knoten und es kommen einige mehr mit – bereut hat es jedenfalls bisher niemand. weiterlesen

KOS 2005

Wie schon auf der Info-Seite gesagt, ist dieser Bericht kein Weblog im üblichen Sinn,
sondern ganz einfach eine persönliche Aufarbeitung unseres gerade vergangenen, turbulenten KOS-Urlaubs.

Hinflug/Hoteltransfer/Checkin erstmal problemlos, schöne Anlage, super Wetter (Sonne satt, 30 °,
Wasser 25 °).
Nur der Service/Personal – naja…
Also erstmal nen Tag am Strand/Pool relaxen, Gastronomie testen, gutgehen lassen. Dienstag dann nen 80er Roller gemietet und ab nach KOS-Stadt zum Sightseeing. Beeindruckende Überreste der Kreuzritterfestung, nette Hafenanalage, überall Hippokrates Schautafeln/Souvenirs. Dazu später mehr…



Dann nen Ausflug in die nahen Berge, so zumindest der Plan, denn wir kamen nicht weit. Eine der ersten bergauf-Rechtskurven wurde zum Verhängnis: zwar flott, aber keineswegs riskant angefahren, schmiert das Teil doch im Kurvenscheitel ohne Vorwarnung über beide Räder weg und da liegen wir.
An sich ist sowas, abgesehen von den üblichen Schürfungen wg. fehlender Schutzkleidung kein Thema (das war auch die Bilanz bei Jutta auf dem Sozius), aber das Dumme war, dass beim Dahinschlittern mein rechtes Bein UNTER dem Roller war. Also hervorgezogen und da hing der Fuss schon wie ein alter Lappen runter. Da war mir schon klar dass einiges hinüber ist – Sch….
Jedenfalls kamen wir dank vorbeikommender hilfsbereiter Touristen doch recht schnell ins – na was wohl – Hippokrates-Krankenhaus in KOS. Wobei der Sanka doch eher an ein Baustellenfahrzeug erinnerte.
Angekommen, war grad so ne Art Mittagsflaute in der Notaufnahme, und Hippokrates‘ Erben stürzten sich mit Elan auf mich.
Das heisst, erstmal nen halben Liter Jod auf die Platzwunde geschüttet und (nat. ohne Spritze oder sowas) zusammengenäht – das fängt ja gut an, denk ich…
Dann erstmal ab zum Röntgen, anschliessend das Bein geradegezerrt (AUAAA) und provisorisch eingegipst, danach in die Chirurgie abtransportiert – die Notaufnahme glich mittlerweile einem Heerlager, also irgendwie doch auch Glück gehabt.
Der weitere Verlauf war dann auch nicht so lustig: Aufgrund der Röntgenbilder war klar, dass man das keinesfalls so lassen konnte, die Ärzte rieten zu einer sofortigen Operation oder Rücktransport. Den versuchten wir via Auslands-Schutzbrief anzuleiern, was aber auf die Schnelle nicht klappte (ist ne eigene Geschichte). Inzwischen war Mittwoch und da keine schnelle Lösung in Sicht und der Schmerz gross waren (ich bekam 2 Schmerztabletten am Tag, was lt. Aussage der Ärzte ‚ausreicht‘), entschloss ich mich zur Operation. Die kam dann Donnerstag. Der OP im Keller erinnerte stark an einen ‚Ligne Maginot‘ Bunker, provisorische Verkabelung an der Betondecke, zur Hälfte voll mit rostigen Gasflaschen und alten Monitoren usw…. aber immerhin soweit ersichtlich, steril verpacktes Arbeits/Verbrauchsmaterial. Und, muss man zugeben ein guter Anästhesist, dem es wie versprochen gelang, gezielt die untere Körperhälfte ‚abzuschalten‘, alles ab Bauchnabel aufwärts aber unbeeinflusst. Ich hatte jedenfalls den Eindruck, die Beine liegen irgendwie 2 m links neben dem Rest des Körpers und werden da bearbeitet. Soganz genau wollte ich es auch garnicht sehen, erst das Ergebnis , wo man erkennen konnte wie die Schrauben die Knochenteile zusammenhalten. Soweit also erstmal alles ok, der Nachmittag zurück auf Station auch noch, solang die Narkose wirkte.
Danach dann das bekannte Spiel, alle 6 Stunden eine Schmerzspritze, die knapp 1 Stunde wirkte….
Jutta kannte inzwischen das Umfeld gut und hatte auch herausgefunden, dass es in der Apotheke rezeptfreie Schmerztabletten gibt, die fast 8h wirken (und bei uns wohl garnicht erst zugelassen sind) – ab da gings dann schon wesentlich besser. Denn nach 4 Tagen(+Nächten) ohne Schlaf ist man erstmal platt.
Aber immerhin – in der Zeit hatte ich rund um die Uhr die Gelegenheit zu beobachten, wie die Gepflogenheiten im Land so sind – insbesondere in Notsituationen. So ist es z.B. absolut üblich dass kein Mitglied einer Familie/Clan im Krankenhaus alleingelassen wird, es gibt sozusagen eine ‚Rundumbetreuung‘ mit Schichtbetrieb, d.h. auch nachts ist immer jemand dabei (im Zimmer) – schläft da mehr oder weniger improvisiert auf Stuhl und/oder Boden und benutzt natürlich auch die Patienten-Toilette/Waschgelegenheiten mit (bei uns undenkbar). Keinen Unterschied zu uns gibt es aber bei der Personalknappheit und dem dadurch bedingten Zeitdruck, das wunderte mich schon, zumal das anderswo (z.B. in Frankreich) auch viel besser geht.
Und nach einigem Hin-und Her und vielen Telefonaten (ja, es gibt auch Situationen, wo Handy’s ihre Berechtigung haben ) ging dann der Rücktransport im Linienflieger (mit extra freigeräumter Sitzreihe) wirklich problemlos vonstatten. Danach nochmal ein kleiner Tiefschlag: das am Fugplatz geparkte Auto springt nicht mehr an … – doch auch das war innerhalb einer Stunde gelöst, und abends um 6 dann die Ankunft daheim – hab mich noch selten so gefreut aus dem Urlaub zurückzukommen. Fazit des Ganzen:
Viel gelernt, viel erlebt, viel ausgehalten. Und der alte Spruch gilt immernoch:
‚Racing is safer than Cruising, and much more Fun, anyways‘.
Schade, dass mir jetzt Mas du Clos durch die Lappen geht – der Bodo hatte mir grad seine granatenschnelle Duc 999R zum Testen angeboten (weil er selber verletzt ist) ….

Update (05.11.05) – inzwischen (6 Wochen später) sieht es so aus:

– die Geschichte zieht sich…

21.01.06: Nachdem sich alle Hoffnungen auf eine ’selbsttätige‘ Heilung zerschlagen haben, wurde eine weitere Operation mit Knochentransplantation aus der Hüfte notwendig. Hier ist das vorläufige Ergebnis:



08.02.06: So, nun immerhin mal raus aus der Klinik, gottseidank… und ein genauerer Blick auf die ‚Neukonstruktion‘:



08.04.06: Endlich: ‚das Ende des Tunnels‘ ist in Sicht – die Schrauben sind raus (ok, das war nochmal heftig, ohne Spritze etc…). Stattdessen nun ein sog. ‚Sarmiento Cast‘ (benannt nach dem Erfinder, Augusto Sarmiento), ein High-Tech Stabilisator, der die sofortige Belastung des Beins zulässt, was das Knochenwachstum anregen soll. Ich bin optimistisch und freue mich schonmal auf Val de Vienne…



P.S.:
Zum Thema Roller ist ggf. auch das hier interessant .