Zimmi

Heute mussten wir uns von einem weiteren, langjährigen Stammtisch-Kollegen verabschieden: Gerd Zimmermann, AKA Zimmi.

Ganz in den Anfangszeiten, den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, war er schon omnipräsent am Stammtisch: als Fahrlehrer, bei dem viele von uns den (Motorrad-)Führerschein gemacht haben, bzw. sogar ihr erstes Motorrad gekauft haben, meist eine Yamaha RD 250, die mit dem runden Tank (Modell 352 bzw. 522) – sozusagen die käufliche ‚Rennmaschine des kleinen Mannes‘ 😀 .

Und selber ist er in der Zeit auch immer kräftig mitgeheizt, und nicht nur einmal (und auch nicht allein – ich erinnere mich da noch dunkel an eine Odenwald-Ausfahrt) auf der Nase gelegen…

Legendär waren auch seine (nicht immer politisch korrekten bzw. jugendfreien) Sprüche, und seine Beziehungen zu Gott und der Welt, insbesondere nach Italien und nach UK/Ilse of Man.

Ich selber wurde massgeblich von ihm mit dem Rennsport-Virus infiziert, zunächst als Helfer/Mechaniker an seiner TZ-350 (das war damals ein unerreichbarer Traum für die meisten von uns), anschliessend dann natürlich selber als Fahrer…

Und ja, es war nicht immer einfach mit ihm, mit manchen Zeitgenossen und auch Familienmitgliedern hat er sich zeitweise heillos zerstritten (da gehören immer mindestens zwei dazu, schon klar).

Was bleibt, ist aber aufjedenfall die Erinnerung an ein wirkliches Original, mit enormem Wissen und Lebenserfahrung, mit Ecken und Kanten, aber immer geradeaus und sich selbst treu geblieben.

Ruhe in Frieden, Gerd.

(Ja, die #7 auf dem Bild aus Hockenheim 1980, das ist Barry Sheene !)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.