GP Liedolsheim 09.09.2017

Das diesjährige 8h Mopedrennen in Liedolsheim sah wie gewohnt aus dem Hoernerfranzracing-Umfeld 2 Teams am Start:
– #45 – Kleinrad mit Michael, Eva, und Peter
– #90 – SRP Racing mit Chris, Rene und Sebastian
Wir (SRP Racing) waren diesmal (vermeintlich, wie sich herausstellen sollte) besser vorbereitet als je zuvor: Das neue, eng gestufte Getriebe erwies sich schon beim ersten freien Training als Volltreffer, so gut wie an dem Tag waren wir an diesem Termin bisher noch nie 😀 .
Aber man sollte nicht übermütig werden, denn schliesslich kam erstmal alles doch ganz anders.

Die Wettervorhersage war ja sehr durchwachsen, mit zumindest am Anfang auch einigem Regen, und so hatte ich am Vorabend dringend empfohlen, auch bei noch trockenen Bedingungen mal mit Regenreifen rauszufahren um zu sehen, wie es damit gehen würde, immer im Hinterkopf dass das evtl. die Option fürs ganze Rennen, also ohne Radwechsel, sein könnte.
Aber es wollte niemand so richtig und so kam was kommen musste:
Als am Renntag nach dem Warmup richtiger Regen einsetzte, sollte noch schnell auf Regenräder umgebaut werden, und da stellte sich heraus, dass das neu (=gebraucht) angeschaffte Hinterrad nicht zum Kettenradträger passte.
Das hätte man am Vorabend noch problemlos anpassen können, aber jetzt wars zu spät.
Team 90 und 45 (die hatten gar keine Regenräder) mussten also als einzige (!) auf Slicks starten, was sich in der ersten Stunde als wahres Desaster herausstelle, es war schlimmer als befürchtet, wir verloren viele Runden in dieser Phase.
Immerhin gab es keinen Sturz, das war das einzig positive.
Erst so ab 13 Uhr begann die Strecke abzutrocknen und es ging langsam aber sicher besser.
Wobei man beobachten konnte, dass es auch da noch lange dauerte, bis diejenigen, die so nach und nach auf Slicks umgerüstet hatten, einen sichtbaren Vorteil hatten, der allerdings auch dann noch relativ gering blieb.
Schlussendlich zeigte sich, dass ein solcher Umbau ab ca. 15/16 Uhr dann doch besser war, die meisten Top-Teams machten das,
aber ganz auf Regenrädern durchfahren brachte für Team #29 (König Motorsport) immerhin noch den 4. Platz, der dritte ging dabei in der letzten Stunde verloren, wo die Slicks dann endgültig besser bzw. die Regenreifen, die bis dahin gut durchgehalten hatten, am Ende waren.
Für Team #90 sprang dann immerhin noch der 12. Platz heraus, was in Anbetracht der miserablen Startphase (und 2 relativ harmloser Ausrutscher) noch durchaus als guter Erfolg gewertet werden kann.
Team #45 landete schlussendlich auf Platz 17, u.a. deshalb, weil deren schnellster Fahrer, Alexander, schon im Vorfeld durch einen Schlüsselbeinbruch in Walldorf ausgefallen war – ausserdem hatten Sie auch noch Probleme mit Wasser im Vergaser (siehe den Kommentar vom Michael).
Also alles in allem doch ein versöhnlicher Abschluss, wieder einiges gelernt und trotz allem viel Spass gehabt 😀 .

Und nicht zu vergessen: Foddos

2 Gedanken zu „GP Liedolsheim 09.09.2017“

  1. Gegendarstellung:

    Wir bei Team 45 haben Regenreifen und hatten bewusst gegen einen Wechsel gepokert, da beim Ummontieren zu viel Zeit verloren geht.

    Mit einem 2. Satz Rädern sieht die Situation natürlich völlig anders aus. Bei anderen Teams war zu beobachten, dass bei richtiger Vorbereitung in 3,5 Minuten (von Chris gestoppt) alles erledigt ist und der nächste Fahrer mit Slicks unterwegs.
    Im Übrigen war ich auf Slicks im Nassen auch mit 1:15-1:20 unterwegs, und nach der 2. Stunde war es komplett trocken.
    Auf trockener Strecke dann war ich in Kurven spürbar schneller als z.B. Team König, nur hatte deren Mofa alles was ich schneller war so schnell wegbeschleunigt, dass es echt schwer war, vorbei zu kommen.

    Fazit: Wir als Team 45 haben in der Situation alles richtig gemacht. Ich hätte mich in den A**** gebissen, wenn ich Räder dabei gehabt hätte, die nicht passen. Man hat echt viel zu tun um ein Rennen vorzubereiten, da kann mal was durch’s Raster fallen.
    Aber es ist natürlich hinterher einfach zu sagen, ich hab’s gleich gewusst.

    Möglich, dass wir etwas weiter vorne gelandet wären, hätte Alexander fahren können (hätte, hätte, Fahrradkette…), aber auch wenn es ein Rennen ist, fahren wir doch wesentlich auch zum Spaß, und den hatten wir alle. Den von den Wassermassen mit Emulsion verseuchten Vergaser hatten wir zwar vergleichsweise schnell wieder geheilt, aber fast eine halbe Stunde hat das trotzdem gekostet.

  2. Alles klar, Michael,
    Gegendarstellung angenommen 😀 – so genau hab ich das dann doch nicht alles mitbekommen,
    ich war der Meinung ihr hattet gar keine Regenreifen, wobei nur Reifen ohne Räder natürlich durch das Ummontieren einen grossen
    Zeitverlust bedingen.
    Also habt ihr alles richtig gemacht, hast Recht.

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